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Stets schlecht recherchiert, ironisch, zynisch und immer am Puls der Zeit. Nachrichten aus der bunten Welt der Fessler und Gefesselten. Ein Einblick in die Tiefen der Bondageszene mit Charakteren und schockierenden Tatsachen.

22. Februar 2015

 

Depressionen ereilen Bondage-Welt

 

Beunruhigende Nachrichten aus der Welt des Seils. Wie Facebook zum signifikanten Anstieg von Depressionen in der Bondage-Szene führt.

 

Schon lang haben es Experten vermutet. Nun bestätigen erste statistische Erhebungen, dass es einen unbestreitbaren Zusammenhang zwischen Bondage und Depressionen gibt. „Ich konnte das nicht mehr verstehen, was machte ich nur falsch? Ich bemühte mich so sehr, aber es nützte nichts...“, sagte uns ein Mann, der auf tragische Weise zum Sinnbild einer ganzen Bewegung wird. Sein Blick leer, sein Lebensmut ausgeschöpft. Seine Seele geprellt von den erbarmungslosen Hieben des Social-Media-Riesen Facebook. „Dieser Mann ist nur die Spitze des Eisbergs“, sagt uns Medienforscher und Psychologe Dr. Mabuse.

 

Nachdem die Reichweiten der Facebook-Fanseiten ohne ersichtlichen Grund rapide nach unten ging, ereilte viele Fessler ein unausweichliches Schicksal. Die Welt aus „Likes“ und „Shares“ bricht langsam in sich zusammen. Dabei war doch das Wetteifern eine so schöne Beschäftigung. Man hatte noch Ziele. Man wusste noch, warum man ein Shooting organisiert. Der Lohn von Klicks war Balsam für die Seele. Doch nun steht der Motor still. Stattdessen schauen viele nur verzweifelt auf die noch wenigen verbliebenen „Ausreißer“. Jene Seiten, die aus irgendeinem Grund noch soviel besser laufen als die Eigene.

 

Da nützen wohl auch alle Bemühungen unter dem Vorwand es nütze der Gemeinschaft nichts. Ja, da gibt es nun tatsächlich Fanseiten für Fanseiten. Ja, wirklich. Kommt das was man tut nicht mehr an, bettelt man nun dort um die Nahrung für die Online-Seele. Dort postet man seine Seite, und hofft damit endlich wieder aus dem Reichweitenkeller zu kommen. Auf einer Fanseite. Das ist wie eine Leiter in den Keller zu stellen, um von einem Kellerabteil ins nächste zu gelangen. Der Aufstieg gelingt hier aber leider nicht. Auch jüngste Bewegungen zumindest Anklang bei seines Gleichen zu bekommen fruchtet nur wenig. Statt rege Gruppenaktivitäten aufzuzeigen, verkommen Gruppen zur Werbeplattform für Betroffene. Dabei ist der Ruf nach „Like“ doch nur ein Hilferuf. Warum nur nimmt den keiner Ernst?

 

Schlussendlich führen auch die Freundschaftsanfragen nicht aus dem Strudel der Erkrankung, denn auch die folgende Einladung „like my Page“ verstummt in den Tiefen von Bits und Bytes.

 

Wir hoffen, dass sich all dies wieder ändert. Eine Welt ohne online-soziale Anerkennung ist einfach nicht erstrebenswert. Eine Welt in der man einfach authentisch und bescheiden seiner Leidenschaft nachgeht, und sich einfach nur freut wenn es anderen ehrlich gefällt? Eine Welt in der man lieber mal eine Kartoffelsuppe mit Freunden isst, anstatt endorphingefüttert auf die Seitenstatistik zu schauen? Eine Welt in der man die Menschen schätzt, statt Zahlen und Reichweiten? Nein, wenn das die Folgen sind, dann muss die Fesselwelt sich aufraffen um den alten Frieden wiederherzustellen.

 

Wir wünschen allen Betroffenen gute Genesung, und verweisen auch gern auf dieses Gruppentherapie-Angebot für Erkrankte.

 

Bondage News by Ater Crudus Sensual Contact Bild: Bernd Kasper / pixelio.de

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